DIE ZWEI SCHÜTZENDEN HÄNDE EINES SEHR BESORGTEN ZENSORS

GEWIDMET DER GANZ NORMALEN HEUCHELEI IM GESELLSCHAFTLICHEN UND PRIVATEN BEREICH

DIESE PLAKETTE WURDE INNERHALB DES MEDAILLENPROJEKTES 2009 DES MEDALLIC SCULPTURE STUDIO SOFIA, BULGARIEN, ENTWORFEN- EIN PROJECT VON PROF. B.NIKOLOV FÜR STUDIERENDE, LEHRENDE UND GASTKÜNSTLER (www.artmedal.net)

 

Ein Beispiel zur gesellschaftlichen Heuchelei:
BILD-BUNDESAUSGABE vom 30.Dezember 2010:

KOMMENTAR
Was für eine Heuchelei ! von JULIAN REICHELT
" Der deutsche Flughafenverband will Passagiere in "Risikogruppen " aufteilen und scharf kontrollieren- und schon schwappt Empörung übers Land. "Verfassungswidrig ! ", heißt es . SPD- Politiker beschwören gar das Nazi-Gespenst der "Selektion".

Was für eine Heuchelei !

Natürlich wissen wir genau, wer die größte Gefahr für den Luftverkehr darstellt. Das Profil : ...."

Da dieses Profil jeder kennt, brauchen wir das in der Bild-Zeitung genau beschriebene Profil hier nicht zu zitieren. Damit folgen wir an dieser Stelle gleichzeitig dem in diesem Lande so "beliebten " Konzept der Politischen Korrektheit.- wir wollen hier keinen Mitbürger "ausgrenzen", "diffamieren" oder "pauschal verdächtigen" - nein, das wollen wir wirklich nicht.

Wir zitieren weiter:

Mit dem "Profiling " sorgen die Israelis seit Jahrzehnten für Sicherheit an Bord ihrer Flugzeuge. An deutschen Flughäfen herrscht hingegebn stumpfer Dienst nach Vorschrift: Kontrolleure werfen die Aftershave -Flaschen von 80-jährigen Großvätern in den Müll, akkurat gescheitelte Geschäftsreisende werden werden zweimal abtetastet , Müttern mit Babys extra durchsucht. Alles potenzielle Attentäter ? Man muss es sagen dürfen: Das ist Blödsinn!

In der Geschichte der Luftfahrt haben Terroristen (fast) immer einem klaren Profil entsprochen. Deutsche Rentner haben noch nie versucht, sich in einem Jet in die Luft zu sprengen. ...."

 

Es wird allerdings schon geradezu grotesk, wenn man die vorgetragenen Gründe für die Ablehnung des "Profiling" sichtet :

Zeit-Online (30.12.10):

"Kritiker führen im Wesentlichen drei Gründe dafür an, dass das in Israel praktizierte "Profiling" für Deutschland nicht infrage kommt. Zum einen sind israelische Flughäfen keine großen, internationalen Drehscheiben im Flugverkehr. Die Passagierzahlen sind deutlich geringer als zum Beispiel in Frankfurt am Main, wo im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Passagiere gestartet, gelandet oder umgestiegen sind. ... "

Da "Profiling" die begrenzten Resourcen der Fluggastkontrolle bündeln und optimal "konzentrieren" soll, dürfte eigentlich der Nutzeffekt gerade bei großem Fluggastaufkommen am größten sein- somit ist das zitierte Argument für uns völlig unglaubwürdig. Eher wäre noch die Furcht vor einer Klage wegen Diskriminierung eines negativ betroffenen Fluggastes vor dem Europäischen Gerichtshof glaubwürdig. Allerdings scheint in der Realtät die Kontrolle auf Drogen von Autoinsassen und deren Gefährt auf der Autobahn zwischen Holland und Deutschland ziemlich genau nach diesem Prinzip zu erfolgen - nach dem durch Erfahrung geschulten Gefühl , das den äußeren Anschein beurteilt- ohne dass sich jemand "aufregt". Zumindest legen dies Fernsehsendungen über solche Kontrollen nahe.