Reliefkunst , Medaillenkunst und Plaketten
von Thomas K Diehn

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EIN NACHFOLGER DES ICARUS:E PLURIBUS UNUM

DEM DEUTSCHEN STEUERZAHLER UND DEN DEUTSCHEN BANKEN
GEWIDMET, DIE IN DIE SUB PRIME SPEKULATION DER JAHRE 2007/2008
VERWICKELT WAREN.


 


Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und
dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht ; vielen
gefallen ist schlimm (Goethe).

Diese Website zeigt Ihnen eine kleine Auswahl von Medaillen, Plaketten und Reliefs, die von Thomas Diehn (Künstlername: Thomas K Diehn), D- 38302 Wolfenbüttel, angefertigt worden sind. Die weiter unten präsentierten Abbildungen sollen  nicht allein der "Selbstdarstellung" dienen, sondern mögen Ihnen vielleicht die Anregung geben, sich näher mit dem Thema " Kunstmedaillen ", " Medaillenkunst " und " Reliefkunst" oder selbst - auch ohne Kunststudium -  mit dem Entwurf und dem Herstellen von Medaillen, Plaketten oder Reliefs zu befassen.

Wieso überhaupt hat der Autor dieser Webseite die hier gezeigten Medaillen- und einige mehr- entworfen? Die spontane Antwort lautet ganz einfach und naiv: "Wegen der Freude". Gerade die nichtkommerzielle Herstellung von Medaillen, Plaketten und Reliefs weist gegenüber der finanziell orientierten Gestaltung einige wesentliche Vorteile auf : Die völlig freie Wahl des Motivs unabhängig von den Wünschen eines Auftraggebers - die Freiheit, den mainstream nicht beachten zu müssen; nicht gezwungen sein, einen Mindestabsatz zu realisieren- die Möglichkeit, sich ohne Rentabilitätsgedanken der Realisierung eines Motivs geradezu unvernünftig lange zu widmen und anderes mehr. Diese Freiheit ist es aber auch, die Anlass gibt, darüber nachzudenken, wofür man diese Freiheit nutzen kann. Welche Ansprüche stellt man an die eigenen Arbeiten ? Anders ausgedrückt- das Fehlen der extrinsischen Motivation erlaubt es, für seine Aktivitäten die intrinsische Motivation zu überdenken und in dieser Hinsicht zu optimieren- ohne Zugeständnisse und Kompromisse machen zu müssen: Welche Qualitätskriterien sieht man als sinnvoll für die eigenen Arbeiten , aber auch für die Kunst im Allgemeinen an - unabhängig von den heute weitgehend vorherschenden "Qualiätskrierien" , die größtenteils durch den Kommerz, die Provokation um der Provokation willen (wozu soll eigentlich provoziert werden ?) und durch den Überraschungseffekt - ähnlich der Mode- bestimmt sind.

Genauer betrachtet- ist unser eigentlicher Grund für das Entwerfen und Gestalten von Medaillen etwas umfassender als der das pure "Empfinden von Freude". Grundlegender für eine auf Dauer zufriedenden stellende Aktivität ( nicht nur künstlerische ) ist das Empfinden von "Sinn".

Eine ganz persönliche Bemerkung erlaubt sich hier der Webmaster an dieser Stelle: Da auch im beruflichen Tätigkeitsfeld des Webmasters (Fachhochschule) bürokratische Arbeitsanteile und Reglementierung ständig zunehmen bzw. zugenommen haben, kann eine künstlerisch orientierte Tätigkeit während der relativ knappen Freizeit sehr zur inneren Ausgeglichenheit beitragen - wobei gerade die absolute gestalterische Freiheit (mit gewissen selbstauferlegten Grenzen- man möchte natürlich in bestimmten Umständen nicht allzu unangenehm auffallen) und die völlige Abwesenheit von Bürokratie und Reglementierung das besonders Reizvolle darstellen.

Die mit dem Entwurf und der Herstellung von Medaillen, Plaketten und Reliefs verbundenen Tätigkeiten sind zwar relativ aufwendig , können aber dennoch - vielleicht gerade wegen des letztlich nicht  "kalkulierbarbaren"  Gelingens - äußerst reizvoll sein. Eine persönliche Bemerkung sei uns an dieser Stelle noch erlaubt : Vor einigen Jahren hat der Gestalter dieser Webseite auch einige wenige Experimente auf dem Gebiete der Malerei unternommen, wobei die Motive und Anregungen aus dem persönlichen Erfahrungsbereich entnommen worden sind. Gerade aber die Wechselwirkung zwischen freien zwei- bis dreidimensionalen Gestaltungsmöglichkeiten und hohen handwerklichen Anforderungen macht den besonderen Reiz der Medaillengestaltung - auch des eigenen Medaillengusses- aus. Eine besondere Herausforderung bietet das kleine zu gestaltende Feld, das zur Realisierung des Entwurfs zur Verfügung steht und das besondere Überlegungen und Gestaltungsprinzipien erfordert. So liegt der Verzicht auf ein bildhaftes, szenisches Erzählen eines Handlungszusammenhanges nahe. Von besonderer Bedeutung ist die- aufgrund der nur kleinen zur Gestaltung verfügbaren Fläche- notwendige Kondensation eines gedanklichen Entwurfs in seiner Darstellung auf das Wesentliche und das Weglassen des Unwesentlichen, was gleichzeitig einer Interpretation und subjektiven Deutung durch den Betrachter größeren Raum und Freiheit gibt.

Die hier gezeigten Kleinreliefs sind ohne kommerzielle Absicht und ohne die Zielsetzung entstanden,  möglichst vielen zu gefallen. Dies gilt übrigens auch für diesen Text, der sicherlich auch nicht die ungeteilte Zustimmung aller finden wird (Allen Menschen Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann).

Insofern ist es für den Medaillenschaffenden auch relativ gleichgültig, ob der Betrachter die hier gezeigten Medaillen als "Kunstmedaillen" im strengen Sinne betrachtet oder nicht- ist doch die Begriff der "Kunst" letztlich durch seine geschichtliche Entwicklung ziemlich brüchig, willkürlich interpretierbar, vermarktungsabhängig und insgesamt sehr fragwürdig durch seine Zeit- und Umfeldabhängigkeit geworden: Was gestern als große Kunst galt, ist häufig heute schon obsolet und nur noch geschichtlich von Interesse: Beispiele dafür kann der Leser dieser Zeilen sicherlich ohne große Schwierigkeiten finden. Insgesamt läuft es wohl - wie vieles- auf eine "gleitende" Definition hinaus, die von vielen Faktoren abhängig ist: von der Person des Beobachters, dem "Zeitgeist", einer kommerziellen Vermarktung u.a. mehr. Die Frage "Kunstwerk oder Psychogramm ?" ist also letztlich ohne Belang, weil die Antwort auf diese Frage von der Subjektivät und der Psyche sowie von der Manipulationsanfälligkeit des Betrachters selbst abhängt und die Antwort nicht wenig über ihn selbst etwas aussagt. Es gibt also gar keine Kunst im "strengen Sinn".

Eine grundsätzliche Diskussion
(The fundamental discussion)

Erlaubt sei also, was gefällt - zumindest möge das Gezeigte nicht ganz uninteressant oder auf eine banale Art provozierend sein. Die Motive stammen nicht zum geringen Teil aus Anregungen des Alltags, dem beruflichen Umfeld, aus Anlässen persönlicher Freude und des Glücks, aber auch des Ärgers beim Verfolgen der aktuellen Nachrichten und der großen Verwunderung , ja auch des Zornes und der Wut - allgemein eines nicht gerade seltenen Unbehagens über bestimmte gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen. Dabei wurden jedoch die alten - aber immer noch aktuellen- Themen nicht ausgelassen: Der Einzelne und die Gesellschaft, Frau und Mann, Tod, Schicksal und anderes mehr. Den Vorwurf des teilweise Antiquierten muss der Entwerfer dieser Medaillen aus bestimmter Richtung wohl erwarten - dem er sich allerdings gelassen stellt. Viele Schicksalssituationen sind unabhängig von der momentanen geschichtlichen Situation und vom "Fortschritt". Experimente ? Durchaus, aber... . Der Inhalt der dargestellten Medaillen ist nicht der "reinen Form" untergeordnet , sondern gleichberechtigtes Gestaltungskriterium - was bereits als solches heutzutage auf eine gewisse Antiquiertheit schließen läßt. Eine Effekthascherei - vordergründig "Neues um des Neuen willen" wird man in dieser Seite nicht finden, also keine "exotischen" Materialien zum Beispiel- die hier gezeigten Plaketten oder Medaillen sind z.B. unbehaart und auch nicht aus anderen organischen Materialien.

Obwohl in mancher Hinsicht wohl etwas konservativ, experimentiert der Gestalter der hier gezeigten Medaillen und Plaketten dennoch hinsichtlich der Themen und der Gestaltung der sujets.

Ein spezielles Motiv für einige Entwürfe sei hier noch mitgeteilt, das auf der im öffentlichen Leben in Vergangenheit aber auch Gegenwart (2006) nicht selten eingeforderten politischen Korrektheit gründet- die hierzulande schon äußerst merkwürdige "Blüten" hervorgebracht hat. Nach einigen Jahren oder gar Jahrzehnten eines quasi Denk- und Diskutierverbotes hinsichtlich bestimmter Themen aufgrund "gutgemeinter"," moralischer" Prinzipien, die in diesem Lande nur allzu gern von Gutmenschen herangezogen werden um ernsthafte Diskussionen über bestimmte Themen zu unterbinden- stellt der staunende kritische Bürger dann eines Tages fest, dass seine früheren Bedenken offensichtlich durchaus berechtigt waren. So manche gesellschaftliche Verklemmtheit wird in den letzten Jahren allmählich auch offener diskutierbar, was Hoffnung für die Zukunft gibt. Wie ist z.B. früher der Begriff der Elite, Leistung und Elitenförderung geradezu verketzert worden- um dann eines Tages in der jüngeren Vergangenheit plötzlich in seiner Wertschätzung gloriose Wiederauferstehung zu feiern. Weitere Beispiele für Themen der Politischen Korrektheit, die teilweise auch mit der besonderen Vergangenheit Deutschlands zusammenhängen, dürften dem Leser dieser Zeilen selbst bekannt sein (z.B. die Frage : Wer relativiert welche Opfer ?, Historikerstreit, Künstlerische Einordnung Arno Brekers- "darf "man ihn überhaupt öffentlich ausstellen ? , Verantwortungsvolle Einwanderungspolitik, Realität von "Multikulti", Integrationsfähigkeit und -willigkeit und die Schlussfolgerungen daraus,Wie weit sollte und kann Toleranz "gehen" , ...). Die Liste ließe sich noch länger fortsetzen - mit ständig zunehmendem "Grimm" des Verfassers dieser Webseite.

Politische Korrektheit wird nach unserer Auffassung häufig gezielt dazu eingesetzt, um Menschen durch Einschüchterung unmündig im Denken, Urteilen und Reden zu halten. Damit soll eine sachliche Diskussion durch Suggerierung eines schlechten Gewissens sogar hinsichtlich logischer - von bestimmter Seite jedoch unerwünschter - Schlüsse aus bestimmten objektiven Sachverhalten schon im Ansatz unterbunden werden. Da uns dies stets ein Ärgernis war und ist, braucht es nicht zu verwundern, dass dieses Thema von uns - übrigens sehr verhalten- aufgegriffen worden ist. Damit hat der Entwerfer dieser Plaketten wenigstens ein wenig seinen Ärger vermindern können. .

Die Menschen mögen bekanntlicherweise die "platte" Realität in der bildhaften oder plastischen Darstellung nicht auf Dauer- eine Erkenntnis, die schon in der Antike gewonnen worden ist. Was allerdings übertrieben wird, unterliegt der Inspiration des "Schaffenden" und setzt sich somit der rationalen und irrationalen Kritk des Betrachters aus. Da der Mensch aber letztlich kein rationales Wesen ist, sondern lediglich "rationalisiert" , ist die "Kritik" überwiegend auf dem Grad der Übereinstimmung der Gefühlswelt und des mehr oder weniger entwickelten "Geschmackes" des "Schaffenden" und des Betrachters beruhend. Das wollen die folgenden Darstellungen "ausloten".

Um dem Anspruch der Anregung zum eigenen Schaffen des Betrachters zu genügen, sind abschliessend auch einige Herstellungssschritte in diese  Präsentation aufgenommen worden.

Hinweis: Diese Website ist absichtlich besonders einfach im Aufbau gehalten und mit relativ einfachen Mitteln erstellt worden worden- nicht zuletzt, um dem ebenfalls an einem Gang ins Internet Interessierten zu zeigen, dass ein solches Vorhaben im Grundsatz recht einfach zu realisieren ist und um ihn zu eigenen Experimenten auf diesem Gebiet zu ermutigen. Der routinierte Webseitendesigner möge also das wenigprofessionelle und zugegebenermaßen etwas hausbackene Design dieser Seite entschuldigen. Entscheidend war in diesem Fall, eine Information in einfacher und übersichtlichlicher Weise zu vermitteln- ohne einen im Prinzip unnötigen Ballast und Schnickschnack.
 
Abbildungen

Eine detaillierte Ansicht der Sie interessierenden Medaille oder Plakette erhalten Sie in der unten aufgeführten Tabelle durch ´Anklicken´des betreffenden thumbnails, wodurch eine vergrösserte Ansicht dargestellt sowie das Thema mitgeteilt wird : Der Titel des Kleinreliefs kann durch Scrollen nach unten sichtbar gemacht werden.

Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch (Theodor Fontane) 

Eine Kunst ohne Menschen ist für mich schwachsinnig, unsinnig und langweilig (Alfred Hrdlicka, DIE WELT, 21.8.1995))

Man sehnt sich danach ein Werk zu vollbringen, das zu allererst uns selber erstaunt ( Pavese )

Weitere Medaillen und Plaketten

Sofern Sie Interesse an diesem Thema gefunden haben, einen Kommentar zu den gezeigten Medaillen abgeben möchten oder falls Sie darin interessiert sein sollten, von dieser Webseite aus einen sachbezogenen Link zu Ihrer domain oder homepage zu erhalten oder nur einfach Kontakt mit mir aufnehmen möchten, dann setzen Sie sich mit mir bitte über email   t.diehn@fh-wolfenbuettel.de   in Verbindung.

Falls Sie selbst Medaillen entwerfen und an einer Darstellung Ihrer Werke im Internet interessiert sein sollten, dann kann ich Ihnen dabei gerne - selbstverständlich unentgeltlich- behilflich sein.

Letzte Änderung der website :   15.04.2010